„Zur Entdeckung des Neuen“

Das Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen, Forschungsbereich Kommunikation und Wissen, Prof. Dr. Jo Reichertz veranstaltet am 4. und 5. Dezember 2009 im Glaspavillon (R12, Universitätsstraße 12, 45117 Essen)  der Universität Duisburg-Essen (am Campus Essen) gemeinsam mit der Sektion Wissenssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) eine Tagung zum Thema „Zur Entdeckung des Neuen.“

Um was geht es bei der Entdeckung des Neuen?

Ziel einer Qualitativen Sozial- und Kommunikationsforschung ist stets die Bildung brauchbarer Hypothesen zu bislang nicht oder nicht hinlänglich bekannten Bereichen der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Im Zentrum steht die ‘Endeckung des Neuen’. Die Entdeckung neuer Einsichten in die soziale Wirklichkeit geht zwangsläufig einher mit Irritationen, die nur über die Einnahme einer abduktiven Erkenntnishaltung behoben werden können: Der Forscher setzt in der Begegnung mit dem Feld sein Orientierungswissen aufs Spiel, und er modifiziert es über kreative Erkenntnisakte so, dass sich Fremdheit in Vertrautheit auflöst.

Die Tagung „Zur Entdeckung des Neuen“ wird bei der Erörterung eines sozial- und kommunikationswissenschaftlichen Abduktionsverständnisses ansetzen. Im ersten Teil der Tagung soll die Hermeneutische Wissenssoziologie als methodologischer Rahmen und ihre erkenntnislogische Fundierung in der Logik der Entdeckung des Neuen (Abduktion) thematisiert und erörtert werden. Vor diesem Hintergrund werden dann im zweiten Teil empirische Untersuchungen, an denen sich die Entdeckung des Neuen material nachzeichnen lässt, debattiert.

Vortragen werden folgende ReferentInnen:

•    Achim Brosziewski (Universität St. Gallen)
•    Harald Dern (BKA, Operative Fallanalyse)
•    Andreas Dörner (Universität Marburg)
•    Thomas Eberle (Universität St. Gallen)
•    Ulrike Froschauer (Universität Wien)
•    Ronald Hitzler (Universität Dortmund)
•    Reiner Keller (Universität Koblenz-Landau)
•    Joachim Kersten (Deutsche Hochschule der Polizei)
•    Hubert Knoblauch (Technische Universität Berlin)
•    Ronald Kurt (Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
•    Manfred Lueger (Wirtschaftsuniversität Wien)
•    Christian Lüders (Deutsches Jugendinstitut)
•    Christoph Maeder (Universität St. Gallen)
•    Klaus Neumann-Braun (Universität Basel)
•    Michaela Pfadenhauer (Universität Karlsruhe)
•    Joachim Renn (Universität Erfurt)
•    Bernt Schnettler (Universität Bayreuth)
•    Norbert Schröer (Hochschule Fulda, Wirschaftsuniversität Wien)
•    Hans-Georg Soeffner (Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
•    Ludgera Vogt (Universität Wuppertal)
•    Sylvia Wilz (Fernuni Hagen)
•    Andreas Ziemann (Bauhaus Universität Weimar)

Wir wünschen allen TeilnehmerInnen sowie den ReferentInnen eine interessante und ideenreiche Tagung!